Startseite Bentonitmatten


Bentonitmatten

Geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTD), auch Bentonitmatten genannt, sind geotextile Verbundstoffe, die seit Jahren mit Erfolg als natürliche Abdichtungen gegen Flüssigkeiten und Gase in verschiedensten Anwendungsgebieten eingesetzt werden.

Das Spektrum reicht vom Deponiebau, über den Straßen- und Wasserbau, bis hin zum Bau von Speicher- und Regenrückhaltebecken. Gegenüber der klassischen Bauweise mit mineralischen Dichtstoffen, wie z. B. Ton, bieten Bentonitmatten eine gleichbleibend gute Produktqualität und spürbare wirtschaftliche Vorteile.

Aufbau einer Bentonitmatte

Bentonitmatten bestehen in der Regel aus drei Komponenten:

  • 1. geotextile Deckschicht
  • 2. Bentonitgranulat
  • 3. geotextile Trägerschicht


Typischer Aufbau einer Bentonitmatte



Vernadelungswerkzeug

Natrium-Naturbentonit

Der Hauptbestandteil von Bentonitmatten ist das Mineral Natriumbentonit, welches zu ca. 90 % aus Montmorillonit besteht. Bentonit ist ein Tonmineral vulkanischen Ursprungs, das im Laufe von Jahrmillionen unter Einwirkung von Wasser und Druck von der Natur gebildet wurde. Für die Herstellung der Tondichtungsbahnen wird ausschließlich hochwertiger Bentonit in granulierter Form verwendet.

Die sehr gute Quellfähigkeit des Bentonits bei Kontakt mit Feuchtigkeit bewirkt eine sichere und schnelle Dichtwirkung der Bentonitmatte. Kleinere, bei Einbau oder späteren Nutzung auftretende, mechanische Beschädigungen der Dichtungslage, werden durch einen Selbstheilungsprozess wieder sicher abgedichtet.


Optimales Lagerungsverhalten. staubarme Verlegung

Üblicherweise handelt es sich bei den Geotextilien um einen mechanisch verfestigten Vliesstoff auf der einen und einem Geogewebe auf der anderen Seite. Alle Lagen sind vollflächig, über alle Komponenten kraftschlüssig vernadelt und gleichmäßig mit Bentonit-Granulat gefüllt.

Dadurch wird ein optimales Lagerungsverhalten des Bentonits erzielt, so dass unerwünschte Materialverluste und Umlagerungen während des Transportes und beim Einbau vermieden werden. Gegenüber herkömmlichen Bentonit-Pulver wird durch den Einsatz von Bentonit in Granulatform zudem die nachteilige Staubentwicklung vermieden.

 

Einbau

Der Einbau von Bentonitmatten ist schnell und einfach, sie werden in Rollen geliefert und ohne aufwändige Schweißarbeiten überlappend verlegt. Der notwendige Überlappungsbereich von 30 cm ist auf der Matte bereits werksseitig markiert.

Um in den Überlappungen die gleiche Dichtwirkung wie in der Fläche zu erreichen wird auf der Baustelle in den Markierungsbereich eine Lage loses Bentonit-Granulat eingestreut. Um die höchstmögliche Dichtwirkung zu erzielen, benötigen Bentonitmatten eine permanente Auflast mit geeignetem Deckmaterial in einer Dicke von mindestens 30 cm. Diese Überdeckung gewährleistet zusätzlich, dass die Bentonitmatten dauerhaft feucht gehalten und vor mechanische Beschädigungen geschützt werden.

Tondichtungsbahnen können bei richtiger Dimensionierung auch in steilen Böschungen verlegt werden. Durch die vollflächige, mechanische Vernadelung der Komponenten besteht ein fester Verbund mit einem hohen inneren Scherwinkel.

 

Schlagworte

Überdeckung Wurzelfestigkeit RiStWag Traverse LAGA-Beurteilung Bauwerksanschluss Planungshilfe Deponiebau Vorteile Bentonitmatten FAQ Natrium-Bentonit Bildergalerie GTD mit PEHD-Membrane Kontakt Fliessgewässer Einbindegräben Böschungen


Übersicht Bentonitmatten


- zurück